|
Tierhilfe Hoffnung – Über uns
Wir sind die „Tierhilfe Hoffnung – Hilfe für Tiere in Not e. V.“ mit Sitz in D-72135 Dettenhausen bei Tübingen.
Der Name unseres rumänischen Vereins lautet: „Asociatia Ute Langenkamp: Iubiti Maidanezii“.
Das heißt übersetzt „Verein Ute Langenkamp: Liebt die Straßenhunde!“, abgekürzt AULIM.
Der Verein heißt deshalb so, weil ich ihm eigentlich nur den Namen „Iubiti Maidanezii“ geben wollte, unsere rumänischen Tierschutz-Kollegen jedoch darauf bestanden, der Bevölkerung kundzutun, dass es sich dabei in Wirklichkeit um einen Verein handelte, der sich in „rechtschaffenen“, weil deutschen Händen befand. Und so ergab es sich dann, dass man meinen Namen an den Beginn des Vereinsnamens setzte, was man später, als der
Verein bekannt wurde, auch nicht mehr ändern wollte.
Bevor wir nach Pitesti kamen
Wie dem auch sei: Als wir erfahren hatten, auf welche furchtbare Weise die Straßenhunde in Rumänien eingefangen und zugrunde gerichtet wurden (in der Stadt Pitesti, zu der wir Beziehungen hatten, durch lange Stahlnadeln, die man ihnen in den Herzbereich stieß und durch die man Formalin in ihre Körper pumpte, worauf man sie - zuckend und vor Schmerzen schreiend - in die bereits vorbereiteten,
inzwischen mit Wasser vollgelaufenen Massengräber warf.
Ich habe aber auch gehört, dass man sie - gleichfalls in Pitesti - lebendig in tiefe Erdlöcher warf und diese danach zuschaufelte. Der mörderischen Phantasie waren keine Grenzen gesetzt), hatten wir uns entschlossen, wenigstens den „Rest“ der Hunde von Pitesti davor zu bewahren.
In Pitesti/Rumänien
Wir boten deshalb dem dortigen Bürgermeister an, die Verantwortung für die „restlichen“ 2500 Hunde zu übernehmen (die anderen etwa 4000 bis 5000 waren davor binnen kürzester Zeit durch die Stadtverwaltung auf obige Weise beseitigt worden), was er gerne annahm.
Damals wussten wir nicht, was wir heute wissen: Daß es keine „restlichen“ Hunde gab, denn je mehr Hunde getötet werden bzw. je mehr Futterplätze dadurch in einer Stadt frei werden, desto mehr ausgehungerte Hunde, die sich in der Stadt Futter erhoffen, kommen aus den ländlichen Außenbereichen nachgewandert.
Inzwischen wissen wir, dass die einzige Möglichkeit, die Zahl der Hunde zu reduzieren und den armen Tieren die furchtbarsten Leiden zu ersparen, in ihrer Kastration liegt.
Das hatte auch die Weltgesundheitsorganisation schon vor Jahrzehnten erforscht und überall kundgegeben. Auch die Rumänen wissen dies natürlich, wollen aber auf die niemals versiegende Bereicherungsmöglichkeit durch Steuergelder, wie sie ihnen durch die ständige Reproduktion der unkastrierten Tiere geboten wird, offensichtlich um keinen Preis verzichten.
Die einzig mögliche Lösung
Die einzige Lösung des rumänischen Straßenhunde-Problems läge in einem offiziellen staatlichen Erlaß zur Kastration aller Hunde, wobei die rumänischen Tierärzte davor ebenso offiziell dazu angehalten werden müssten, die fachmännische Kastration zu erlernen, da sonst viel zu viele der Tiere ihre unfachgemäße Kastration nicht überleben würden!
Projekt: Rettung für rumänische Straßenhunde
Wir, der „Förderverein Tierhilfe Hoffnung – Hilfe für Tiere in Not e. V.“ sind eine völlig selbstlos arbeitende gemeinnützige Tierschutzorganisation und finanzieren mit den bei uns eingehenden Spenden vor allen Dingen unsere Arbeit zur Rettung der überall
in Rumänien vom Totschlag bedrohten Straßenhunde.
Unser Verein ist vom Finanzamt Tübingen (St.-Nr. 86167/54920) als gemeinnützig anerkannt und im Vereinsregister AG Tübingen VR 1419 geführt.
Der Sitz unseres deutschen Vereins
Die Tierhilfe Hoffnung wird seit vielen Jahren von
mir, Ute Langenkamp, geleitet und hat ihren Sitz
seit dem
1.
Januar 2010 (wir sind umgezogen) Schwarzer-Hau-Weg 7,
D-72135 Dettenhausen bei Tübingen, Baden-Württemberg.
Unsere
Arbeit wird von einem kleinen, fest angestellten Mitarbeiterstab unterstützt.
Ich,
Ute Langenkamp, halte mich viel in
unserem großen Tierheim in Rumänien auf, um das Projekt zu
unterstützen.
Unser Tierheim und seine Vorgeschichte
Die SMEURA – unser Tierheim, laut Guinness-Book derzeit das größte Tierheim der Welt, befindet sich in einem ausgedehnten Waldgebiet bei Pitesti, einer Stadt mit etwa 200.000 Einwohnern, cirka 120 km von Bukarest entfernt. Sie ist etwa 4,5 Hektar groß und war früher eine Fuchsfarm, in der Zehntausende von Silber- und Rotfüchsen gezüchtet wurden und bis zu ihrem schlimmen Tode ein jämmerliches Leben führten.
Später, nachdem man die Fuchsfarm aufgegeben hatte, wurde die Smeura 2001 als städtisches Vernichtungslager für die Straßenhunde von Pitesti genutzt.
„Smeura“ heißt übrigens „Himbeere“.
Wir hatten erfahren, daß der Bürgermeister Pitestis in kurzer Zeit über 4000 Hunde umbringen hatte lassen und uns angetragen, die Verantwortung für die „restlichen“
2500 Straßenhunde Pitestis zu übernehmen.
Der Bürgermeister war einverstanden, worauf wir uns nach Pitesti begaben und die Smeura, also das Vernichtungslager für die Hunde, pachteten, wodurch allein wir schon etwa 360 der Hunde retten konnten, die dort starr vor Angst und halb verhungert auf ihren Tod warteten.
Der Bürgermeister erstickt uns in Hunden
Unmittelbar danach schon liess der Bürgermeister durch seine unglaublich brutalen Hundefängerbrigaden, die fast ausschließlich aus Zigeunern bestanden, täglich Unmengen von völlig verschreckten Tieren einfangen und in die Smeura schaffen.
Die Hunde, alle unkastriert, kämpften in der Smeura um Reviere und verletzten sich dabei oft schwer bis tödlich, bis wir sie, um sie voreinander zu schützen, in unserer Not bis auf weiteres in den Fuchskäfigen unterbrachten.
Hilfe aus dem Tierschutz?
Natürlich versuchten wir verzweifelt, so rasch wie nur möglich Ausläufe für diese sich
notgedrungenermaßen in den engen Fuchskäfigen befindlichen Hunde zu bauen. Aber alles war sehr kostspielig, denn der Zustrom von Hunden, die wir füttern, entwurmen, impfen, kastrieren und auch anderweitig medizinisch versorgen mussten, war enorm und die Kosten dafür fast unerschwinglich hoch für uns, so dass wir unsere wohlhabenderen Tierschutzkollegen bzw. die großen Tierschutzorganisationen mehrfach sehr um Hilfe baten.
Die einzige Organisation jedoch, die uns in jener furchtbaren Zeit zur Seite stand, war der ETN, der uns freundlicherweise mehrere der dringendst benötigten Ausläufe finanzierte, wofür wir ihm immer sehr dankbar sein werden.
Die anderen großen Organisationen schienen unser Rufen leider nicht zu hören.
Immerhin erhielten wir zweimal eine Ladung abgelaufenen Trockenfutters von ihnen.
Wir hatten inzwischen über 3200 Hunde in der Smeura und wussten kaum noch aus und ein. Ich arbeitete Tag und Nacht, um Spender zu finden und die erforderlichen Mittel für unsere unzähligen Tiere beizubringen, bin mir aber ganz sicher, daß wir diese gewaltige Hürde ohne „Hilfe von oben“ niemals überwinden hätten können.
In Rumänien ist so vieles ganz anders
Zugegebenermaßen haben wir anfänglich auch einige markante Fehler gemacht. Wir kannten ja die rumänischen Verhältnisse nicht, denn sonst hätten wir z. B. den Tierarzt nicht nach Anzahl der geimpften und kastrierten Hunde bezahlt, sondern ihn von vorneherein mit einem Festgehalt bei uns eingestellt.
Inzwischen, nach 7 Jahren, wissen wir mehr und machen vieles besser.
Und dennoch
Mehrere der großen Tierschutzorganisationen wollten uns immer wieder davon überzeugen, daß es überhaupt keinen Sinn habe, in Rumänien Tierschutz zu betreiben. Man sprach den Rumänen die Fähigkeit, den Tierschutzgedanken überhaupt erfassen zu können, strikt ab.
Man meinte, wir sollten unsere Zelte schleunigst wieder abbrechen und uns in „gemäßigtere“, d. h. kultiviertere Zonen begeben.
Aber: „Wo kein Anfang gemacht wird, da kann es auch keine Weiterentwicklung geben“, dachte ich mir, und wir blieben und setzten unsere Arbeit für die rumänischen Straßenhunde hartnäckig fort.
Die Hilflosigkeit und das Elend der wahrlich bedauernswerten, der Willkür hemmungslos sich auslebender Unmenschen völlig wehrlos ausgelieferten Hunde waren auch wirklich kaum zu ertragen.
Unser Vertrag mit dem Bürgermeister
Inzwischen haben wir längst alle Fuchskäfige entfernt und sie durch größere Ausläufe ersetzt. Auch haben wir einen 10 - Jahres Vertrag mit dem Bürgermeister abgeschlossen, demzufolge wir alle sich auf den Straßen Pitestis befindlichen Hunde auf unsere eigenen Kosten kastrieren und – falls von den Anwohnern erwünscht - wieder auf ihre Stammplätze auf den Straßen zurückbringen können.
Die aggressiven und die alten, kranken Hunde sowie auch die Welpen behalten wir bei uns in der Smeura zurück.
Der Bürgermeister hingegen hat sich laut Vertrag dazu verpflichtet, die Straßenhunde Pitestis in Frieden leben zu lassen.
20.000 Hunde auf eigene Kosten kastriert
Wir haben in den letzten Jahren weit über 20.000 Hunde kastriert (natürlich auch alle
Katzen, die jemals zu uns in die Smeura gebracht worden sind) und vielen von ihnen eine neue Heimat im tierfreundlicheren Ausland verschafft.
Die Smeura mit Schmerzen gekauft
Inzwischen haben wir das Grundstück der Smeura - wenn auch mit großen Schwierigkeiten - kaufen können und den Tieren
damit ein bisschen mehr Sicherheit für die Zukunft geben können.
Tausend Dank an alle Spender, die uns damals zusätzlich noch zur Seite gestanden
haben!!!
Wir werden jedoch sehr viele Reparatur-und Aufbauarbeiten durchführen müssen, um das Anwesen den Bedürfnissen unserer vielen Tiere anzupassen. Es ist ja leider so vieles alt und kaputt.
Viel geleistet
Unsere zum Teil langjährigen Spender und Unterstützer und wir können also u. E. bisher recht zufrieden mit uns sein und uns gut im Spiegel betrachten, denn wir haben in relativ kurzer Zeit viel miteinander geleistet:
Tausenden von Tieren, die ohne uns völlig verloren gewesen wären, das Leben gerettet, sie ernährt, medizinisch versorgt, gut und sicher untergebracht und viele von ihnen ins rettende Ausland geschafft.
Des weiteren haben wir,
seit dem wir nach Rümänien bzw. in die
Smeura gekommen sind, weit über
20.000 Hunde (dazu auch Katzen) kastriert, Tausende von ausgesetzten, in den Wäldern und auf den Straßen umherirrenden Welpen in unsere rettende Obhut übernommen, aufgepäppelt, viele alte verstoßene Hunde zu uns in die Smeura genommen,
gepflegt und danach zum Teil in eine sichere Heimat
vermitteln können.
Wir haben auf den Straßen angefahrene, gelähmte Hunde zu uns gebracht, sie so gut wie nur möglich medizinisch versorgt und sie danach fast alle mit Hilfe unserer Spender auch noch mit Laufwägelchen ausgestattet und in gute Hände weitergeben können.
Auch die Menschen profitieren
Auch unsere
derzeit fast 80 rumänischen Arbeiter und Angestellten, die für sich und ihre Familien bei uns Arbeit und
Brot gefunden haben, haben Grund zur Freude, denn sie – und auch viele weitere rumänische Menschen, die bedürftig sind – können von den großzügigen Sachspenden profitieren, die wir aus Deutschland nach Rumänien bringen konnten. Nie zuvor hatten sie sich so gut kleiden können! Als sie erstmals zu uns in die Smeura kamen, sah ich ihre Kleider und Schuhe löchrig und in Fetzen.
Inzwischen sind
manche aus unserer Belegschaft besser gekleidet als wir und haben – alles dank unserer Spender –
zum Teil sogar schon Fahrräder !
(All dies sei ihnen gegönnt, denn sie
haben ja durch die dramatische Situation
ihrer Heimat ganz lange auf schöne
Dinge verzichten müssen.)
Wir tragen den Tierschutzgedanken an die rumänische Öffentlichkeit
Dies geschieht durch Zeitungsartikel, Fernsehberichte, öffentliche informative Veranstaltungen und durch
Zusammenarbeit mit den Schulen.
Demnächst wollen wir in den Schulen
auch eine kleine
Smeura-Tierschutz-Zeitung an die Kinder
verteilen. So wird unser
Tierschutzgedanke durch die Schüler
auch in deren Familien gelangen.
Hilfe auch für andere bedürftige rumänische Tierschutzkollegen
Wir unterstützen schon seit Jahren
einige weitere Tierheime, deren Tier
ohne unsere Hilfe nicht überleben
könnten.
Auch geben wir Futter an die mitleidigen Menschen ab, welche
hungrige Hunde und Katzen auf den Strassen
versorgen und versuchen, so gut wir nur
können zu helfen, wenn völlig mittellose rumänische Tierschutz-Kollegen uns verzweifelt um Hilfe
für ihre Tiere bitten.
Unsere Spender und Unterstützer unserer großen guten Arbeit in Rumänien waren immer da, wenn wir sie besonders dringend um Hilfe baten
Sie waren auch da, als man im Jahre 2003 meinen guten Ruf innerhalb Deutschlands morden wollte, und sie waren ganz wild vor Sorge und Ärger, als der Bürgermeister von Pitesti im Jahre 2006 unseren gemeinsamen 10-Jahres-Vertrag brechen und die von unseren Spendengeldern kastrierten Hunde umbringen und in seinem neu erworbenen teuren Verbrennungsofen verbrennen wollte, um dessen Neuanschaffung vor seinen Wählern rechtfertigen zu können.
Unsere Spender und Freunde haben damals so unglaublich viele erboste Briefe, Faxe und E-mails an ihn und die sonstigen ausschlaggebenden Ämter Pitestis geschrieben, daß der überraschte und erschreckte Bürgermeister sofort das Handtuch geworfen hat und wieder zur Vernunft gekommen ist. Er berichtet noch heute überall ganz beeindruckt, wie wild die Deutschen damals auf sein Ansinnen, den mit ihnen geschlossenen Vertrag zur Rettung der Hunde zu brechen, reagiert hätten. Sogar „Hitler“ hätten sie
ihn genannt… …
Derzeit Frieden
Inzwischen leben wir mit dem Bürgermeisteramt-
bis auf zeitweilige Aussetzer-
einigermaßen im Einvernehmen. Er lässt unsere Hunde in Ruhe, äußert sich hoch befriedigt, dass es durch unsere Arbeit nahezu keine Welpen mehr auf den Straßen seiner Stadt gebe, ärgert sich aber darüber, dass nun Hunde von anderswoher in die Stadt geschleust würden, weil man rundum weiß, dass aufgrund unserer Anwesenheit in Pitesti hier keine Hundetötungen stattfinden.
Wir aber haben, um das Elend dieser armseligen, überall sonst in Rumänien so bestialisch umgebrachten Hunde soweit wie uns nur irgendwie möglich einzudämmen, unsere Kastrationsaktionen in der Zwischenzeit schon über das ganze Umfeld von Pitesti ausgedehnt.
Insgesamt
gesehen kommen wir mit unserer
Tierschutz-Arbeit gut voran und sind in
Rumänien bekannt und gut angesehen.
Noch
immer keine endgültige offizielle
Entscheidung!
Inzwischen
hat Rumänien einen ernsthaften
Anlauf genommen, sein Tierschutzgesetz
zu verändern, und wir alle - auch
Sie! - haben uns kräftig angestrengt,
diese positive Änderung zugunsten der
Tiere schnellstmöglich herbeizuführen.
Leider
ist immer noch keine endgültige
offizielle Entscheidung erfolgt, so daß
die Situation der Tiere sich seit Ende
2007 vorläufig noch in einer Art
Schwebezustand befindet. Nach wie vor
dürfen die Tiere nicht ohne triftigen
Grund getötet werden (angeblich bei
Strafen bis zu 3.000 Euro bzw. Gefängnisstrafen
bis zu einem Jahr), was jedoch manche
Bürgermeister nicht daran zu hindern
scheint, ab und zu einen tollwütigen
Fuchs oder Hund auf der Bildfläche
erscheinen zu lassen, um danach
(unerlaubt!) zum mörderischen
Kesseltreiben anzusetzen. Ein solches
Vorgehen aber ist in Wirklichkeit
strafbar, da nur solche Tiere, die mit
dem kranken Tier in direktem Kontakt
gestanden haben und nachweislich
gebissen worden sind, getötet werden
dürfen.
Sobald
wir den endgültigen offiziellen Abstimmungstermin
über das zukünftige Schicksal der
rumänischen Straßenhunde erfahren,
werden wir Sie, liebe Freunde - so wie auch beim letzten Mal - wieder laut
und hoffnungsvoll zu Hilfe rufen, denn
dann geht's für die Armen um Leben
und Tod!
|